Herzlich Willkommen

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Arnsdorf und deren Ortsteilen,

mein Name ist Andreas Pohle, ich bin verheiratet, habe zwei erwachsene Söhne und wohne seit 1996 in Arnsdorf. Ich wurde gefragt, ob ich Vertrauensperson für das Bürgerbegehren sein könne. Dies mache ich mit ganzem Herzen. Der Ort ist meine Heimat geworden, meine Kinder sind hier aufgewachsen und meine Freunde wohnen hier.

Der Ort liegt verkehrstechnisch günstig. Viele Arbeitnehmer fahren mit dem Zug zur Arbeit. Die Bürger sind mit Geschäften des täglichen Bedarfs versorgt. Um die Infrastruktur u.a. mit Ärzten beneiden uns andere Gemeinden. Es gibt hier schöne Wälder und Felder mit Wander- und Fahrradwegen. Andere kommen hier in die Gegend um Urlaub zu machen. Diese Infrastruktur gilt es zu bewahren und langsam auszubauen.

Als Kind habe ich in Erftstadt, südwestlich von Köln gewohnt. Bis Ende der 60er Jahre waren dies 15 einzelne Dörfer. Dann wurden Autobahnen immer weiter ausgebaut, der Lärm hat immer mehr zu genommen. Nach Beschwerden der Anwohner gab es erst Erdwälle an einer Autobahnseite, dann auf beiden Seiten, danach Lärmschutzwände. Wenn man jetzt im Garten meiner Eltern sitzen würde, würde man glauben, auf dem Standstreifen der Autobahn zu sein. Die Flächen zwischen den einzelnen Ortsteilen wurden immer mehr zugebaut. Heute fährt man von einem Ortsteil  in den anderen und die jüngere Generation weiß nicht, dass dort früher Äcker waren.

2021 wurde Erftstadt von der Flut schwer geschädigt. Die Bilder der Zerstörung gingen um die Welt.

Bild: Roofless Production

Wir müssen nicht nach Spanien wegen der Unwetter schauen. Denken wir an die Flut in Sachsen 2002, die Überschwemmungen dieses Jahr in Kleinwolmsdorf oder in Arnsdorf auf der Käthe-Kollwitz-Straße.

Inzwischen sind viele meiner Klassenkameraden von Erftstadt weggezogen u.a. weil es dort zu laut geworden ist. Sie sind begeistert wie ruhig und schön es hier in Arnsdorf ist. Da sich die Entwicklung der beiden Orte stark ähnelt, engagiere ich mich in der Bürgerinitiative. Ich möchte verhindern, dass Arnsdorf das gleiche Schicksal droht.

Für mich stellt sich deshalb die Frage, was wollen wir als Bürger, was brauchen wir als Bürger in unserer Gemeinde und wie kommen wir da gemeinsam hin.

Die Gemeindeverwaltung scheint einen anderen Weg zu gehen. Wir holen uns die Großindustrie hier her und schauen was wir mit den Einnahmen machen, wenn es denn jemals welche geben sollte.

Sicher ist aber: Ist die Industrie einmal hier, sind die guten Ackerböden für immer verloren. Der Verkehr durch Pendler und LKWs und damit der Lärm wird nicht nur an der S 177 und der Autobahn Dresden–Görlitz zunehmen.

Für Investitionen in die Wirtschaft bin ich, schließlich wollen wir alle Arbeit haben und gutes Geld verdienen. Man kann für die geplanten großflächigen Gewerbegebiete sein, aber man muss sich der Konsequenzen bewusst sein. Dabei sollten die Arnsdorfer Bürger mitreden können.

Lasst uns gemeinsam das Gute bewahren und behutsam entwickeln.

Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Mitstreitern, Unterschriftensammlern, Motivatoren, sowie Personen, die uns mit Geld und Sachspenden unterstützen, bedanken.

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